In Aserbaidschan haben Diskussionen in sozialen Medien Bedenken über einen angeblichen Anstieg von HIV/AIDS- und Syphilis-Fällen ausgelöst. Offizielle Statistiken bestätigen einen allmählichen Anstieg der gemeldeten Infektionen, doch die Gesundheitsbehörden betonen, dass das Land weiterhin zu denjenigen mit der niedrigsten HIV-Prävalenz in der Region gehört.
Zunahme von Syphilis-Fällen
Laut dem Staatlichen Statistikkomitee wurden zwischen Januar und Juli 2025 landesweit 816 neue Syphilis-Fälle registriert — 492 Männer und 324 Frauen. Davon waren 24 unter 18 Jahre alt. Die jährlichen Gesamtzahlen zeigen einen stetigen Anstieg: 886 Fälle im Jahr 2023, steigend auf 1.152 im Jahr 2024.
HIV/AIDS-Statistiken
Das Republikanische AIDS-Zentrum berichtet, dass seit dem ersten HIV-Fall in Aserbaidschan im Jahr 1987 insgesamt 11.144 Bürger zum 1. September 2025 als mit HIV lebend registriert wurden. Männer machen 69,8 % der Fälle aus, Frauen 30,2 %.
Auch die Jahreszahlen zeigen Wachstum: 10.692 Fälle im Jahr 2023, ansteigend auf 11.844 im Jahr 2024.
Behörden: Kein Epidemierisiko
Trotz des Aufwärtstrends betonte das AIDS-Zentrum, dass Aserbaidschan die niedrigste HIV-Prävalenzrate in Osteuropa und Zentralasien aufweist. Offizielle führen dies auf gezielte Präventionsprogramme zurück, einschließlich Maßnahmen zur Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung.
Tatsächlich wurden in den letzten fünf Jahren keine Fälle einer HIV-Übertragung von HIV-positiven Müttern unter antiretroviraler Therapie auf ihre Neugeborenen registriert. Neugeborene erhalten eine 28-tägige vorbeugende Behandlung, die vom Zentrum bereitgestellt wird.
