Die Zentralbank Aserbaidschans hat Daten zum Hypothekenmarkt der ersten acht Monate 2025 veröffentlicht. Laut Bericht wächst die Finanzierung des Hypotheken- und Kreditgarantiefonds, während die Aktivität der Geschäftsbanken sinkt.
Die Mittel des Fonds stiegen im Jahresvergleich um 8 % von 416 auf 448 Mio. Manat. Direkte staatliche Zuweisungen sanken von 66 auf 48 Mio., dafür legte das Anleihevolumen um 14 % auf 400 Mio. Manat zu.
Das Volumen der von Banken vergebenen Hypotheken sank jedoch um 10 % von 338 auf 305 Mio. Manat. Der durchschnittliche Zinssatz liegt bei 11 %, was die Attraktivität für Kreditnehmer schmälert.
Der Anteil notleidender Hypotheken beträgt nur 0,7 %.
Laut dem Ökonomen Akif Nasirli haben Banken drei Hauptprobleme: hohes Risiko, Mangel an langfristigen Mitteln und staatliche Regulierung der Zinsen. Die meisten Bankeinlagen sind kurzfristig (bis ein Jahr), Hypotheken erfordern jedoch langfristige Finanzierung. Zudem schreckt die langsame Abwicklung von Sicherheiten im Ausfallfall ab.
Da die staatlich regulierten Zinssätze unter dem Marktniveau liegen, bevorzugen Banken profitablere Segmente wie Konsum- und Unternehmenskredite.
Der Markt zeigt, dass der Großteil der Hypothekenfinanzierung über den staatlichen Fonds erfolgt, während Geschäftsbanken ihre Hypothekenportfolios begrenzen.
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