Der anhaltende Krieg in der Ukraine hat das Leben eines weiteren in Aserbaidschan geborenen ukrainischen Bürgers gefordert.
Wie Modern.az berichtet, wurde Afghan Orudjev, wohnhaft in Hostomel nahe Kiew, am 19. August bei Kämpfen in der Region Sumy getötet. Er war ukrainischer Staatsbürger und diente in einem Territorialverteidigungsbataillon, wo er für den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge (Drohnen) verantwortlich war.
Orudjevs Tod verdeutlicht, welchen hohen Tribut der Krieg nicht nur von Ukrainern, sondern auch von Gemeinschaften mit ausländischen Wurzeln fordert. Aserbaidschaner stellen eine der größten Diasporagruppen in der Ukraine dar – Zehntausende leben und arbeiten in Kiew, Charkiw, Odessa und anderen großen Städten. Viele besitzen die ukrainische Staatsbürgerschaft, und seit Beginn des großflächigen Krieges 2022 haben sich einige Territorialverteidigungseinheiten oder den regulären Streitkräften angeschlossen.
Der Verlust von Orudjev reiht sich in die wachsende Zahl an Opfern mit Diasporahintergrund ein und erinnert daran, wie eng die vielfältigen Gemeinschaften der Ukraine mit dem Krieg verbunden sind. Für Baku sind solche Fälle besonders bedeutsam: Sie verdeutlichen sowohl die menschlichen Kosten des Krieges als auch die langjährigen Beziehungen zwischen Aserbaidschan und der Ukraine.
