In sozialen Netzwerken kursierende Aufnahmen, die ausländische Touristen beim unangemessenen Verhalten auf der Märtyrerallee zeigen, haben in Aserbaidschan Empörung ausgelöst.
Touristen, die an diesem nationalen Trauerort tanzten und Unterhaltungsclips drehten, verwandelten das Mahnmal faktisch in eine Bühne. Das rief eine breite öffentliche Debatte über den Schutz dieses heiligen Ortes hervor.
Parlamentsabgeordnete Parvana Veliyeva schlug vor:
“Am Eingang zur Märtyrerallee sollten Infotafeln in fünf bis sechs Sprachen aufgestellt werden, die klarstellen, dass Tanzen oder respektloses Verhalten gegenüber dem Andenken der Gefallenen verboten ist und Strafen nach sich zieht.”
Das Thema könnte in der Herbstsitzung des Milli Medschlis behandelt werden. Auch gesetzliche Ergänzungen zum Schutz des Andenkens der Märtyrer – ob verbal, per Video oder in sozialen Medien – seien möglich.
Der Vorschlag zur Aufstellung von Tafeln wurde bereits an den zuständigen städtischen Dienst in Baku weitergeleitet.
Aserbaidschan ist für seine Gastfreundschaft bekannt. Doch Gastfreundschaft bedeutet nicht, Respektlosigkeit gegenüber nationalen Werten, Geschichte und Kultur zu dulden. Die Märtyrerallee ist ein Ort nationalen Gedenkens, jeder Besucher muss dies respektieren.
