Im vergangenen Jahr wurden 392 Frauen in Aserbaidschan durch In-vitro-Fertilisation (IVF) Mütter. Laut dem Staatlichen Statistikkomitee blieben die Zahlen in den letzten Jahren stabil: 2023 waren es 330 Geburten dank IVF, 2022 gab es 395 Fälle, und 2021 lag die Zahl bei 391.
IVF wurde erstmals 2004 in Aserbaidschan eingeführt. In den zwei Jahrzehnten seitdem hat sich die Methode als effektivste Lösung für Unfruchtbarkeit etabliert — ein Problem, mit dem viele aserbaidschanische Familien konfrontiert sind. Obwohl das Verfahren keinen garantierten Erfolg bietet, sind die Erfolgsraten hoch genug, um Tausenden Paaren Hoffnung auf ein eigenes Kind zu geben.
Ein Kostspieliges Verfahren
Für viele Familien bleibt die finanzielle Belastung jedoch ein großes Hindernis. Die durchschnittlichen Kosten für IVF in Aserbaidschan liegen bei etwa 3.500 Manat (≈ 2.050 $) und decken medizinische Untersuchungen, Medikamente und den Eingriff selbst ab. In einigen Kliniken können die Preise auf 4.000–5.000 Manat (≈ 2.350–2.950 $) steigen — ein Betrag, der für viele Haushalte unerschwinglich ist.
Dies hat eine anhaltende Debatte über die Zugänglichkeit ausgelöst. Der Staatliche Pflichtkrankenversicherungsfonds erklärte gegenüber Bizim.Media, dass IVF derzeit nicht im System der obligatorischen Krankenversicherung abgedeckt sei.
Forderungen nach Kostenübernahme
Das Thema wurde auch auf Regierungsebene aufgegriffen. Im Jahresbericht 2023 empfahl das Ministerkabinett, IVF dringend in das Leistungspaket der obligatorischen Krankenversicherung für Menschen mit Fruchtbarkeitsproblemen aufzunehmen. Sollte dieser Schritt umgesetzt werden, würde er den Zugang zum Verfahren erheblich erweitern und die finanzielle Belastung für viele Familien verringern.
Vorerst bleibt IVF in Aserbaidschan jedoch eine lebensverändernde Technologie, die hauptsächlich denjenigen offensteht, die sich den hohen Preis leisten können.
