Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert, dass die Devisenreserven Aserbaidschans bis Ende 2025 11,9 Milliarden US-Dollar erreichen werden – leicht über den 11,31 Milliarden vom Ende September.
Laut dem jüngsten regionalen Ausblick des IWF werden die Reserven bis 2026 auf 11,7 Milliarden und bis 2030 auf 9,6 Milliarden US-Dollar zurückgehen.
Der IWF hat auch seine Schätzung der Staatsverschuldung überarbeitet: Die Bruttoverschuldung der Regierung soll 2025 bei 22,4 % des BIP liegen, nach zuvor erwarteten 27,6 %. Bis 2026 soll sie auf 23,5 % und bis 2030 auf 24,9 % steigen.
Die externe Staatsverschuldung Aserbaidschans beträgt derzeit 4,9 Milliarden US-Dollar, während die Regierung erwartet, dass die Gesamtschulden bis Ende 2025 25,4 Milliarden Manat erreichen werden.
Der IWF prognostiziert außerdem ein Wachstum des Nicht-Öl-BIP von 4,5 % im Jahr 2025, 3,7 % im Jahr 2026 und 3,5 % im Jahr 2030, während das gesamte Wirtschaftswachstum 2025 auf 3 % nach 4,1 % im Jahr 2024 verlangsamt wird.
Der Bericht hebt hervor, dass ein Friedensabkommen zwischen Aserbaidschan und Armenien “den Weg für eine breitere regionale Zusammenarbeit und Integration ebnen” könnte. Die Fiskalpolitik im Kaukasus und in Zentralasien soll 2025 expansiv bleiben und sich ab 2026 allmählich straffen.
Für die Gesamtregion erwartet der IWF ein Wachstum von 5,6 % im Jahr 2025, 4,7 % im Jahr 2026 und 4 % im Jahr 2030, wobei öl-exportierende Länder wie Aserbaidschan und Kasachstan bei anhaltender Infrastruktur- und Handelsentwicklung stärker als erwartet wachsen könnten.
Die Exporte von Waren und Dienstleistungen Aserbaidschans werden 2025 auf 28,4 Milliarden US-Dollar geschätzt, während die Importe 23,4 Milliarden US-Dollar erreichen sollen – das Handelsbilanzplus dürfte sich angesichts niedrigerer Energiepreise und steigender Binnennachfrage verringern.
