Kasachstan plant, das Volumen des Öltransits über die Baku–Tiflis–Ceyhan (BTC)-Pipeline zu erhöhen, erklärte der stellvertretende Energieminister Sanzhar Zharkeshov in einem Interview mit Report.
Er sagte, die Gespräche dauerten an, aber konkrete Prognosen seien noch nicht festgelegt.
„Die Transitgebühren auf aserbaidschanischer Seite werden weiterhin diskutiert. Kasachstan strebt an, die Lieferungen über die BTC zu steigern, wofür eine Logistikkette von den kasachischen Ölfeldern über Baku bis nach Ceyhan aufgebaut werden muss. Diese Absicht ist im Protokoll der zwischenstaatlichen Kommission festgehalten“, erklärte Zharkeshov.
Er betonte die strategische Bedeutung der BTC-Route für Kasachstan, da sie hilft, Exportwege zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einzelnen Routen zu verringern.
„Wir warten auf die Position Aserbaidschans. Auch sie zeigen großes Interesse, und wir sind bereit, am Projekt zu arbeiten“, fügte der Vizeminister hinzu.
Zum möglichen Einsatz der Baku–Supsa-Route sagte Zharkeshov, sie werde geprüft, sei jedoch aufgrund von logistischen und klimatischen Einschränkungen im Schwarzen Meer begrenzt.
„In Zukunft könnten wir beide Routen nutzen, insbesondere angesichts der steigenden Produktion neuer Ölfelder. Derzeit deckt die BTC-Kapazität vollständig den Bedarf von Kasachstan und Aserbaidschan“, erklärte er.
Seit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen KMG und SOCAR im Jahr 2022 wurden über die BTC-Pipeline etwa 3,4 Millionen Tonnen kasachisches Öl transportiert.
Die Baku–Tiflis–Ceyhan-Pipeline, eröffnet am 13. Juli 2006, ist 1.768 km lang: 443 km in Aserbaidschan, 249 km in Georgien und 1.076 km in der Türkei.
