Ein Skandal erschüttert die Stadt Gandscha: Eine Privatklinik soll laut Angehörigen die Herausgabe des Leichnams eines verstorbenen Patienten verweigern – es kam zu Protesten.
Wie Teleqraf berichtet, geht es um den 35-jährigen Ayaz Mammadov, der am 24. Juli bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. Er wurde beim Überqueren der Straße von einem Mercedes erfasst und ins private DNK Hospital eingeliefert, wo er wenige Tage später verstarb.
Sein Schwager Elchin Boyukkishiev erklärte, die Familie sei zunächst über den Tod informiert und gebeten worden, den Leichnam abzuholen. Später habe die Klinik behauptet, Mammadov sei noch am Leben, und sich geweigert, den Leichnam auszuhändigen.
„Der Unfall geschah am 24. Juli. Die Versicherung zahlte rund 4.000 Manat, wir zahlten weitere 10.000 selbst. Heute früh wurde uns gesagt, Ayaz sei tot. Später behauptete man plötzlich, er lebe noch – obwohl unsere Verwandten in der Klinik seinen Tod bestätigten“, so Boyukkishiev.
Verärgert über das Verhalten der Klinik versammelten sich die Angehörigen am Abend vor dem Krankenhaus zu einem Protest. Der Vorfall hat großes öffentliches Aufsehen erregt. Die Ermittlungen dauern an.
