In den letzten Tagen häufen sich in Aserbaidschan Fälle von WhatsApp-Konten, die gehackt wurden. Nach der Übernahme einer Nummer versenden Betrüger Nachrichten an Freunde des Opfers und fordern Geld.
Laut dem IT-Experten Elvin Hasanov beruhen die meisten Angriffe nicht auf technischen Schwachstellen, sondern auf sozialer Manipulation.
„Die Täter fordern oft, einen SMS-Code weiterzuleiten – angeblich zur Kontosperrung, Gewinnbestätigung oder Verifizierung. Sobald der Nutzer den Code teilt, erhalten die Angreifer vollständige Kontrolle über das Konto“, erklärte Hasanov.
Er empfiehlt, die Zwei-Schritt-Verifizierung zu aktivieren.
„Unter Einstellungen → Konto → Zwei-Schritt-Verifizierung lässt sich ein sechsstelliger PIN einrichten. Damit wird verhindert, dass das Konto auf einem anderen Gerät aktiviert wird.“
Hasanov rät außerdem, die App nur aus offiziellen Quellen wie Google Play oder dem App Store herunterzuladen, regelmäßig aktive WhatsApp-Web-Sitzungen zu prüfen und unbekannte Geräte zu entfernen.
Zudem sollten Nutzer keine verdächtigen Links öffnen, keine Dateien von Fremden herunterladen und keine persönlichen Daten oder Codes weitergeben.
Wenn ein Konto gehackt wurde, sollte der Nutzer WhatsApp sofort mit seiner eigenen Nummer reaktivieren, alle Sitzungen schließen und Freunde warnen, keine Nachrichten vom kompromittierten Konto zu beantworten.
„Keine Bank, kein Anbieter und keine Behörde verlangt WhatsApp- oder SMS-Codes. Solche Anfragen sind immer Betrug“, betonte Hasanov.
