Die ersten Hinweise auf mögliche Maßnahmen gegen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem ehemaligen SOCAR-Manager Adnan Ahmadzade werden sichtbar.
Am Dienstagabend kursierten in sozialen Netzwerken Berichte, wonach die landesweite Supermarktkette Rahat — eine der größten Aserbaidschans — nach der Verhaftung von Ahmadzade geschlossen oder den Eigentümer wechseln könnte. Offiziell gehört Rahat der ANC Group LLC mit dem gesetzlichen Vertreter Samir Abdullayev. Unternehmensunterlagen zeigen Abda Retail Investment Holding LTD mit 90 % und Jalal Babakishiyev mit 10 % Anteil.
Seit Jahren gibt es Spekulationen, dass Ahmadzade inoffiziellen Einfluss auf die Kette ausübte. Er steht nun wegen schwerer Unterschlagung und Wirtschaftsdelikten unter Anklage.
Das Unternehmen wies die Schließungsgerüchte zurück. In einer Erklärung gegenüber Pravda.az hieß es: „Unsere Supermärkte arbeiten weiterhin regulär. Das gesamte Personal ist im Einsatz, die Filialen sind geöffnet, und es gibt keine Störungen. Zum Fall Adnan Ahmadzade können wir keine Stellung nehmen.“
Beobachter gehen davon aus, dass im Zuge der laufenden Ermittlungen staatliche Maßnahmen gegen Unternehmen mit Verbindung zu Ahmadzade möglich sind.
Derzeit bleiben die Märkte geöffnet und der Betrieb läuft normal, doch Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens besteht fort.
