Angesichts der wachsenden Bedrohung durch russische Drohnen verstärkt die NATO ihre Sicherheitsmaßnahmen an der Ostflanke.
In Polen wurde am Abend Luftalarm ausgelöst, nachdem ein Angriff russischer Drohnen auf den Westen der Ukraine in Grenznähe befürchtet wurde. Nach Angaben des Operativen Kommandos der Streitkräfte stiegen polnische und alliierte Jets auf, während Flugabwehr- und Radarsysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden. Der Flughafen Lublin wurde vorübergehend geschlossen. Premierminister Donald Tusk betonte, dass es sich um eine präventive Operation handle, die den Schutz des nationalen Luftraums gewährleisten soll.
In Rumänien fing die Luftwaffe eine russische Drohne im nationalen Luftraum ab, etwa 20 Kilometer von Kilia Veche im Kreis Tulcea nahe der Donau entfernt. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Drohne sei nicht über bewohnte Gebiete geflogen und habe keine direkte Gefahr dargestellt. Zur Lageüberwachung starteten zwei F-16 von der Basis Fetesti.
Gleichzeitig entsendet die NATO Truppen und militärisches Gerät nach Litauen im Rahmen des Manövers „Großer Adler 2025“. Diese Übungen sind Teil des groß angelegten Projekts „Quadriga 2025“, das vom 18. August bis 30. September in Deutschland, Litauen, Finnland und der Ostsee stattfindet. Über 8.000 Soldaten aus 14 Ländern, 40 Schiffe, 30 Flugzeuge und mehr als 1.800 Fahrzeuge nehmen daran teil.
