Mit dem Herbstbeginn sind viele saisonale Früchte auf den Märkten zu finden. Doch das Überangebot bedeutet keine niedrigeren Preise – im Gegenteil, die Produkte werden weiter teurer.
Händler berichten, dass sie aufgrund der geringen Nachfrage gezwungen seien, fast zum Selbstkostenpreis zu verkaufen. „Wir verkaufen Trauben für 1,5–2 Manat. Es gibt wenige Kunden, die Nachfrage ist schwach. Wir verkaufen, damit sie nicht bis morgen verderben“, sagt ein Verkäufer.
Käufer hingegen widersprechen und betonen, dass auf den Märkten alles sehr teuer sei.
Der Ökonom Khalid Kerimli weist darauf hin, dass die aktuellen Preise die niedrigsten der Saison seien, jedoch bald steigen würden:
„Mit dem Ende der Saison – etwa ab November oder Dezember – ist mit monatlichen Preiserhöhungen bei Obst und Gemüse zu rechnen. Momentan gehören sie zu den wenigen Produkten, die vorübergehend günstiger geworden sind.“
Nach Angaben des Experten tragen mehrere Faktoren zum Preisanstieg bei: Lagerungs-, Transport-, Personal-, Miet- und andere Betriebskosten.
„Außerhalb der Saison bringen Unternehmer, die Obst und Gemüse lagern, ihre Produkte mit dem Ziel auf den Markt, sie teurer zu verkaufen. Denn in dieser Zeit kommen zusätzliche Lagerkosten hinzu. Gegen Ende jeder Saison steigen die Preise naturgemäß, da die Märkte zunehmend von Lager- und Gewächshausware abhängen“, erklärte er.
Kerimli fügte hinzu, dass Unternehmer Kosten für Be- und Entladung, Lagerung, Verluste durch Verderb sowie gebundenes Kapital und Risiken tragen – all dies spiegle sich letztlich im Endpreis wider.
