Trotz anhaltender Sanktionen aus dem Westen arbeitet die russische Wirtschaft weiterhin stabil – nach Ansicht der Regierung sogar mit einer Art „Immunität“ gegen die Einschränkungen.
Das erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag während eines Pressebriefings. Anlass war eine Frage der Nachrichtenagentur TASS zur Vorbereitung Russlands auf ein neues Sanktionspaket der USA, das laut Washington in zehn Tagen in Kraft treten soll.
„Wir leben schon seit geraumer Zeit unter einer Vielzahl von Sanktionen – und trotzdem funktioniert unsere Wirtschaft“, betonte Peskow. „Natürlich hat sich in gewisser Weise eine Immunität dagegen herausgebildet.“
Die Ankündigung steht im Kontext neuer Drohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der für den Fall seiner Rückkehr ins Amt bereits weitreichende Strafmaßnahmen gegen Moskau angekündigt hat. Zunächst hatte Trump Russland und der Ukraine eine 50-tägige Frist für eine Friedenslösung gesetzt – andernfalls wolle er 100-prozentige Handelszölle gegen Russland und seine Partner verhängen. Nun erklärte er, diese Frist auf nur noch zehn Tage ab dem 30. Juli zu verkürzen.
Russland hat bislang nicht konkret auf die neue Drohung reagiert, verweist jedoch regelmäßig auf die Resilienz seiner Wirtschaft gegenüber westlichem Druck.
