Laut Rostomi Lezhava, Geschäftsführer von Metro Logistics Georgia, wird sich die Transitzeit von der aserbaidschanischen Grenze zu den georgischen Kontrollpunkten durch den Bau neuer Autobahnen von fünf auf nur drei Stunden verkürzen.
Auf dem Schwarzmeer-Kaspischen Logistikforum 2025 in Baku hob Lezhava mehrere strategische Projekte hervor, die in Georgien im Gange sind, um den Mittleren Korridor zu stärken. „Eines davon ist der Bau des Tiefseehafens Anaklia, dessen Fertigstellung für 2029 geplant ist. Sobald er in Betrieb ist, wird er Mutterschiffe aufnehmen und bis zu 18.000 Container abfertigen können. Dies wird ein Wendepunkt nicht nur für Georgien, sondern auch für Aserbaidschan, Kasachstan und China sein“, sagte Lezhava.
Neben dem Hafen von Anaklia werden neue Autobahnen gebaut, die Georgien direkt mit Aserbaidschan verbinden. Diese Routen sollen die Straßen-Transitzeiten erheblich verkürzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Güterverkehrs entlang des Mittleren Korridors zwischen Ost und West steigern.
Analysten betonen, dass sowohl der Hafen von Anaklia als auch das modernisierte Straßennetz entscheidend sind, um Georgien und Aserbaidschan als zentrale Knotenpunkte in der eurasischen Logistik zu positionieren und Alternativen zu den nördlichen Handelsrouten zu bieten.
