Baku und Tiflis werden nächste Woche ein Arbeitstreffen zum Projekt eines grünen Energiekorridors über das Schwarze Meer nach Europa (Black Sea Energy) abhalten.
Omar Tsereteli vom georgischen Ministerium für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung erklärte auf der Veranstaltung „Green Energy Week 2025: Aserbaidschan und Zentralasien“ in Baku, dass Georgien gemeinsam mit Aserbaidschan an Konzepten für die Lieferung und den Export von grünem Wasserstoff über Pipelines oder Seewege nach Rumänien und Europa arbeitet.
Zudem prüfen die Länder verschiedene potenzielle Exportwege.
„Vor einer Woche hatten wir ein Treffen der Arbeitsgruppe, und nächste Woche folgt das nächste. Wir hoffen, dass diese Schritte bald konkrete Ergebnisse bringen werden“, sagte Tsereteli.
Zur Erinnerung: Im Dezember 2022 unterzeichneten Aserbaidschan, Georgien, Rumänien und Ungarn ein strategisches Abkommen über den Bau eines Unterwasserkabels im Rahmen von Black Sea Energy. Bulgarien bekundete 2023 Interesse an einer Beteiligung.
2024 gründeten die Energieunternehmen der vier Länder das Joint Venture Green Energy Corridor (GECO).
In der Anfangsphase soll das Kabel 4 GW grüne Energie exportieren. Das Bauvorhaben ist auf 3,5 Milliarden Euro veranschlagt und soll 3 bis 4 Jahre dauern. Die EU-Kommission plant, 2,3 Milliarden Euro beizusteuern.
