Das staatliche aserbaidschanische Ölunternehmen SOCAR Downstream steht kurz vor dem Abschluss der Übernahme von Italiana Petroli (API Group) für 2,5 Mrd. €, ein Schritt, der seine europäische Präsenz von der Raffination bis zum Einzelhandel neu gestalten würde, so eine Marktnotiz des Rohstoffhändlers Giacomo Prandelli.
Was der Deal bringen würde (laut Prandelli): ~200.000 Barrel/Tag Raffineriekapazität in Ancona, SARPOM und Ravenna.
Über 4.500 Tankstellen, eines der größten Einzelhandelsnetze Italiens.
500 Mio. € bereinigter operativer Gewinn (2024) und eine Nettoliquiditätsposition von 408 Mio. €.
SOCAR betreibt bereits die 6,3 Mrd. $ teure STAR-Raffinerie in der Türkei mit 214.000 Barrel/Tag.
Der Kauf in Italien würde das Unternehmen weiter im europäischen Downstream-Sektor verankern. Rom wendet seine “Goldene Macht”-Regeln an, um die Kraftstoffsicherheit und Arbeitsplätze zu schützen, und unterstreicht damit die strategische Bedeutung des Deals.
Prandelli fügt hinzu, dass SOCAR Gunvor Group und Bin Butti Holding Group L.L.C in einem hochkarätigen Bieterverfahren geschlagen hat.
Mit aserbaidschanischem Gas, das bereits durch die TAP-Pipeline fließt—50 bcm seit 2020 geliefert—positioniert sich SOCAR als langfristige Stütze der EU-Energiesicherheit, heißt es in der Notiz.
Auch die breitere Landschaft verändert sich: Vitol kaufte Saras, Trafigura stieg bei ISAB ein, und nun verankert sich SOCAR in Italien.
Quelle: LinkedIn-Post von Giacomo Prandelli.
