Südkoreanische Marken haben japanische und deutsche Konkurrenten als meistimportierte Pkw in Aserbaidschan in den letzten fünf Jahren überholt, so eine Analyse des Medienanalysezentrums (MTM) auf Grundlage offizieller Daten des Staatlichen Statistikkomitees.
Ende 2024 erreichte der Pkw-Bestand des Landes 1.585.265 Fahrzeuge, ein Anstieg von 5,5 % (83.308 Einheiten) gegenüber dem Vorjahr. Während Ladas aus Sowjetzeiten mit 408.426 Autos (25,8 % des Gesamtbestands) nach wie vor die Straßen Aserbaidschans dominieren, zeigt der Trend bei den Neuimporten ein anderes Bild.
Hyundai und Kia an der Spitze
Zwischen 2020 und 2024 war Hyundai mit 68.621 importierten Autos die meistimportierte Marke. Kia, ebenfalls eine südkoreanische Marke, folgte dicht dahinter mit 59.852. Zusammen machten die beiden Marken fast die Hälfte aller neuen Fahrzeuge aus Südkorea aus, insgesamt 129.176 Einheiten in fünf Jahren.
Japan lag mit 84.907 Autos an zweiter Stelle, angeführt von Toyota (58.329), sowie Nissan, Mitsubishi, Lexus, Honda und Mazda. Deutsche Hersteller belegten den dritten Platz mit 62.481 Importen — vor allem Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen, Audi und Porsche.
Andere Globale Akteure
Chevrolet (34.451) und Opel (23.060) schnitten ebenfalls stark ab, während Luxusmarken wie Rolls-Royce (74), Maserati (204), Bentley (371) und Jaguar (159) in viel geringeren Zahlen importiert wurden.
Chinesische Autohersteller, obwohl ihr Anteil noch klein ist, wachsen schnell. Die Importe chinesischer Autos stiegen in fünf Jahren um 24.919 Einheiten, angeführt von Changan (8.950) und BYD (4.083). Ende 2024 waren in Aserbaidschan 27.356 chinesische Autos registriert, was 1,7 % des Bestands entspricht.
Automarkt nach Herkunft
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Russland (hauptsächlich Lada): 488.646 (30,8 %)
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Deutschland: 371.708 (23,4 %)
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Südkorea: 252.023 (15,9 %)
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Japan: 222.566 (14 %)
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USA: 87.053 (5,5 %)
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China: 27.356 (1,7 %)
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Lokale Produktion: 13.512 (0,9 %)
Zusammen machen Russland, Deutschland, Südkorea und Japan 84,2 % aller Pkw in Aserbaidschan aus.
Ein Wandel der Vorlieben
Die Daten zeigen eine klare Veränderung: Während russische und deutsche Autos den Gesamtbestand noch dominieren, sind südkoreanische Importe in den letzten Jahren stark gestiegen und haben den Markt neu geformt. Hyundai und Kia sind nun die am schnellsten wachsenden Marken in Aserbaidschan, während chinesische Hersteller leise, aber stetig an Boden gewinnen.
