Der chinesische E-Commerce-Riese Temu steht in Aserbaidschan unter Beschuss, nachdem er ein Handtuch mit dem Bild des aserbaidschanischen Manats verkauft hat. In sozialen Medien wird dies als Missbrauch eines nationalen Symbols kritisiert.
Kritiker sagen, dass die Verwendung der Landeswährung auf Haushaltsgegenständen wie Handtüchern oder Teppichen—die oft auf dem Boden liegen—respektlos und entwürdigend sei. Ein Geldschein stehe nicht nur für Wert, sondern auch für nationale Identität und Souveränität.
Rechtliche und Ethische Grenzen
Viele Länder, darunter Japan, das Vereinigte Königreich und einige EU-Staaten, verbieten kommerzielle Nutzungen von Geldabbildungen, insbesondere auf abwertenden Produkten. In Aserbaidschan gibt es ähnliche Regeln, aber sie gelten nur innerhalb des Landes—Temu bewegt sich also in einer rechtlichen Grauzone.
Juristische Einschätzung: Kein Verstoß, aber Taktlos
Rechtsanwalt Akram Hasanov sagte gegenüber Bizim.Media:
„Das ist kein echter Geldschein, nur ein Bild. Große Länder reagieren darauf nicht, kleine werden schnell empfindlich.“
Öffentliche Meinung: Es ist nicht “nur ein Design”
Viele Bürger sehen das anders:
„Heute ein Handtuch, morgen die Flagge oder die Hymne auf der Fußmatte“, schrieb ein Nutzer.
Auch wenn die Rechtslage schwach ist, könnten öffentlicher Druck und eine offizielle Missbilligung künftige Fälle verhindern. Für viele ist der Schutz nationaler Symbole eine Frage von Identität und Würde.
