Trump-vermittelte Friedensschritte in Südkaukasus — USA müssen das Tempo halten

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Die gemeinsame Friedenserklärung, die am 8. August im Weißen Haus von Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev und Armeniens Ministerpräsident Nikol Pashinyan unterzeichnet wurde, markiert einen seltenen und wichtigen Durchbruch im jahrzehntelangen Konflikt der beiden Südkaukasus-Anrainer.

Doch während das Abkommen eine Bewegung hin zu mehr Stabilität signalisiert, warnen die früheren US-Botschafter Robert F. Cekuta und Richard L. Morningstar, dass Washington weiter intensiv involviert bleiben müsse, damit aus dem Schritt eine dauerhafte Friedenslösung wird.

„Das war ein großer Schritt zur Förderung von Stabilität, Frieden und Wohlstand im Kaukasus und in Zentralasien“, schrieben die ehemaligen Gesandten und betonten, dass die US-Vermittlung entscheidend für die Erklärung gewesen sei — und dass dauerhafte amerikanische Beteiligung für Ratifizierung und Umsetzung von zentraler Bedeutung sein werde.

Die Erklärung hat Gewicht weit über Armenien und Aserbaidschan hinaus. Nach Ansicht von Cekuta und Morningstar sendete sie „wichtige Signale an Russland, Iran und andere regionale Akteure“, dass die USA im Südkaukasus eine aktivere Rolle spielen wollen — nicht nur als Friedensvermittler, sondern auch als Aufsicht über vorgeschlagene neue Transitwege und als Gegengewicht zu schädlichem ausländischem Einfluss.

Im Zentrum der Gespräche in Washington stand die vorgeschlagene „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (TRIPP) — ein geplantes Netz aus Straßen, Schienen und womöglich Öl- und Gaspipelines durch die armenische Provinz Syunik. Es würde das Festlandaserbaidschan mit seiner Exklave Nachitschewan verbinden und die Türkei, Europa, Zentralasien und darüber hinaus verknüpfen. Die Erklärung fordert, dass das Projekt „ungehinderte Konnektivität“ sicherstellen muss und zugleich die Souveränität und territoriale Integrität beider Staaten respektiert.

Die Botschafter betonen, dass diese Vision nicht nur auf dem Papier bleiben dürfe. Sie rufen das Weiße Haus dazu auf, zentrale US-Behörden — darunter das Außenministerium, das Handelsministerium, die Development Finance Corporation und die Trade Development Agency — zu mobilisieren, um mit Regierungen und Privatsektoren in Armenien und Aserbaidschan sowie mit US-Firmen an der Umsetzung von TRIPP zu arbeiten. Für die Ausschöpfung der wirtschaftlichen und geopolitischen Vorteile sei eine regionale Zusammenarbeit mit Türkei, Georgien und Zentralasien unerlässlich.

Neben der Infrastruktur heben die Autoren die Notwendigkeit von „people-to-people“-Kontakten hervor, um „fast vier Jahrzehnte Feindschaft“ zu überwinden. Sie verweisen auf frühere US-Friedensprogramme, die Vorurteile abbauten und Vertrauen in Nachkonfliktregionen aufbauten, und plädieren dafür, ähnliche Initiativen schnell im Südkaukasus zu starten. Zudem sollte man die Expertise von Diplomaten, Entwicklungsexperten und NGOs mit nachweislicher Versöhnungsarbeit nutzen.

Zwar waren der Gipfel und die Erklärung vom 8. August „dringend notwendige Schritte in Richtung eines dauerhaften Friedens“, doch Cekuta und Morningstar mahnen: Die Geschichte wird am weiteren Verlauf gemessen. „Es muss mehr getan werden, um dauerhaften Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region zu bringen. Eine anhaltende, aktive US-Beteiligung ist entscheidend, um diese Vision erfolgreich zu verwirklichen.“

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