Das Bildungssystem Aserbaidschans bereitet sich auf das Studienjahr 2025–2026 mit Rekordeinschreibungen, großen Infrastrukturverbesserungen und umfassenden Reformen vor, gab Wissenschafts- und Bildungsminister Emin Amrullayev auf einer Pressekonferenz bekannt.
Vorschule und Schuleinschreibung
In diesem Jahr werden rund 226.000 Kinder eine Vorschulerziehung erhalten. Amrullayev verwies auf deutliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten: Während Großstädte mit langen Wartelisten kämpfen, gibt es in vielen regionalen Kindergärten noch freie Plätze. Reformen sollen „die Situation ausgleichen“. In den befreiten Gebieten betreiben 7 Kindergärten derzeit 243 Kinder mit 82 Mitarbeitern, sechs weitere sollen im nächsten Jahr eröffnet werden.
Insgesamt wird das aserbaidschanische Bildungssystem rund 2,2 Millionen Lernende auf allen Ebenen aufnehmen:
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1,6 Millionen Schulkinder, darunter mehr als 130.000 Erstklässler, die diesen Herbst beginnen.
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40.000 Berufsschüler.
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63.000 in spezialisierten Sekundarschulen.
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246.000 Studierende in der Hochschulbildung.
Der Minister hob das rasche Wachstum von Lyzeen und Gymnasien hervor: 39 Einrichtungen betreuen heute doppelt so viele Schüler wie noch vor vier Jahren.
Lehrerzertifizierung und Verantwortung
Seit 2022 haben mehr als 80.000 Lehrer an nationalen Zertifizierungsprüfungen teilgenommen, 72.000 wurden für Gehaltserhöhungen zugelassen. Ergebnisse nach Fach:
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3.544 Biologielehrer,
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2.572 Chemielehrer,
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3.629 Physiklehrer,
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3.487 Geografielehrer,
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3.432 IT-Lehrer zertifiziert.
Insgesamt zeigten 17.400 Lehrer hohe Leistungen, 39.200 zufriedenstellende, während 7.318 durchfielen. Unter den Teilnehmern waren fast 8.000 Lehrer über 60 Jahre.
Amrullayev bestätigte disziplinarische Maßnahmen: Im vergangenen Jahr wurden 18 Kindergartenleiter und 28 Schuldirektoren wegen schlechter Leistung entlassen.
Infrastruktur und Universitätsprogramme
In den letzten Jahren wurden fast 600 neue Schulgebäude gebaut, wodurch die Zahl der Schulen im Notstatus auf 400 reduziert wurde. In 312 Schulen werden methodische Unterstützungsdienste eingeführt.
Der Minister hob auch internationale Bildungsmöglichkeiten hervor: Seit 2022 erhielten 1.752 Studierende staatliche Unterstützung für ein Studium im Ausland. Das SABAH-Programm wird erstmals 2025–26 auf Erstsemester ausgeweitet, mit neuen Gruppen an der ADA-Universität, der Baku Higher Oil School, der Sportakademie Aserbaidschans, der Agraruniversität und der Khazar-Universität.
Ein bedeutendes Projekt ist die Karabach-Universität, die dieses Jahr über 2.000 Studenten aufnehmen wird, darunter 70 in Allgemeinmedizin und 30 in Pflege.
Beschäftigung
Insgesamt wird der Bildungssektor im kommenden Studienjahr rund 300.000 Mitarbeiter landesweit beschäftigen.
