Die Berufungsverhandlung des gegen Elshan Nadschafow erhobenen Vorwurfs der Vorbereitung eines Anschlags auf das Leben eines Staats- oder öffentlichen Amtsträgers fand statt.
Wie APA berichtet, hat das Berufungsgericht von Baku unter dem Vorsitz von Richter Gabil Mammedow heute entschieden, die Berufung zurückzuweisen und das Urteil der ersten Instanz aufrechtzuerhalten. Erinnerung: Das Gericht für Schwerverbrechen in Baku hatte Nadschafow zu 12 Jahren Haft verurteilt.
Nadschafow war im September 2023 im Rahmen einer Sondereinsatzaktion vom Staatlichen Sicherheitsdienst Aserbaidschans festgenommen worden.
Der Anklage zufolge habe er sich in Absprache mit einem weiteren aserbaidschanischen Staatsbürger, der im Ausland lebt, auf einen terroristischen Anschlag gegen ausländische Amtsträger während ihres Besuchs in Aserbaidschan sowie gegen aserbaidschanische Staats- und Gesellschaftsvertreter bei einer öffentlichen Veranstaltung vorbereitet. Dem Fallakten wurden Audiomitschnitte beigelegt, die er an seinen Komplizen gesendet haben soll und in denen er seine Entschlossenheit zum Ausdruck bringe. Der Komplize erklärte, man würde Nadschafow als „schahid“ betrachten, sollte er bei der Durchführung des Terrors getötet werden. Da Nadschafow vom Staatlichen Sicherheitsdienst aufgedeckt und festgenommen wurde, konnte er die angeblichen terroristischen Handlungen nicht versuchen.
Ihm werden Vergehen nach den Artikeln 28, 277, 214.2, 167-3.1 und 281.2 des Strafgesetzbuchs von Aserbaidschan vorgeworfen.
