Um das volle Potenzial des Mittleren Korridors auszuschöpfen, muss ein vollständig integriertes multimodales Transportsystem geschaffen werden.
Wie Report berichtet, erklärte Silapberdi Nurbediyev, stellvertretender Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO), dies am dritten Tag des 3. Nationalen Städtebauforums Aserbaidschans (NUFA3) in Baku.
Laut Nurbediyev basiert die Entwicklung des Mittleren Korridors auf drei zentralen Säulen – Vernetzung, Technologie und Nachhaltigkeit – die sowohl das wirtschaftliche Wachstum fördern als auch das Potenzial der Route stärken.
„In einer globalisierten Welt bestimmt Konnektivität die Wettbewerbsfähigkeit. Effiziente Transport- und Logistiksysteme sind das Fundament wirtschaftlichen Wachstums und regionaler Integration. Sie erleichtern den Waren- und Personenverkehr, senken die Handelskosten, ziehen Investitionen an und eröffnen neue Märkte“, sagte er.
Er betonte, dass Konnektivität nicht nur der Bau von Straßen, Eisenbahnen oder Häfen ist, sondern auch die Verbindung von Volkswirtschaften, Gemeinschaften und Ideen bedeutet.
„Für Binnenstaaten ist Konnektivität der Schlüssel zum Zugang zu globalen Märkten und zur Einbindung lokaler Gemeinschaften in den internationalen Handel. Der Mittlere Korridor, der Asien und Europa über die ECO-Mitgliedsstaaten verbindet, steht im Zentrum dieser Vision“, fügte er hinzu.
Der stellvertretende Generalsekretär bezeichnete den Mittleren Korridor als lebenswichtige Brücke zwischen den Kontinenten, die Märkte verbindet, Kooperationen stärkt und nachhaltige Entwicklung fördert.
„Der Mittlere Korridor ist mehr als nur eine Handelsroute – er ist ein Motor für wirtschaftliches Wachstum und regionale Partnerschaft. Jüngste globale Krisen haben gezeigt, wie wichtig es ist, Handels- und Transportnetzwerke zu diversifizieren. Lieferkettenunterbrechungen, geopolitische Spannungen und Klimarisiken haben die Verwundbarkeit einseitiger Abhängigkeiten offengelegt. Der Mittlere Korridor bietet eine kürzere, sicherere und nachhaltigere Alternative“, erklärte er.
Abschließend betonte Nurbediyev, dass die volle Entfaltung des Projekts die Schaffung eines integrierten Netzwerks aus Eisenbahnen, Straßen, See- und Flughäfen erfordert.
„Wir müssen weiterhin in moderne, nachhaltige und hochwertige Infrastruktur investieren – nur dann kann der Mittlere Korridor zu einer tragenden Säule des eurasischen Handels werden“, schloss er.
