Aserbaidschan hat den Export von Trauben und Kohl in wichtige regionale Märkte wieder aufgenommen – ein vorsichtiges Zeichen der Erholung seines Obst- und Gemüsehandels nach fast zwei Jahren Unterbrechung.
Laut Angaben des Staatlichen Statistikkomitees exportierte das Land zwischen Januar und Juli 2025 insgesamt 583,3 Tonnen Trauben im Wert von 474.000 US-Dollar – ein Rückgang um 24 % beim Volumen und 35 % beim Wert im Vergleich zum Vorjahr.
Während die Lieferungen nach Russland um mehr als ein Viertel zurückgingen, nahm Aserbaidschan den Export von Trauben in die Ukraine wieder auf und lieferte 19,3 Tonnen im Wert von 28.900 US-Dollar – die ersten seit Anfang 2023.
Der Diversifizierungstrend erstreckt sich auch auf Gemüse. Im gleichen Siebenmonatszeitraum exportierte Aserbaidschan 225,1 Tonnen Kohl (ohne Blumenkohl, Rosenkohl und Brokkoli) im Wert von 187.000 US-Dollar – ein Rückgang um 71 % beim Volumen und 45 % beim Wert gegenüber dem Vorjahr.
Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen die Verkäufe in die Ukraine um das 8,4-Fache auf 166,9 Tonnen im Wert von 125.600 US-Dollar, während die Exporte nach Belarus nach einer 25-monatigen Pause wieder aufgenommen wurden – 20,3 Tonnen im Wert von 14.200 US-Dollar.
Gleichzeitig fielen die Lieferungen nach Russland stark – von 97,5 % der aserbaidschanischen Kohlexporte im Vorjahr auf nur 37 Tonnen in diesem Jahr, ein Rückgang von 95 %. Kleine neue Lieferungen gingen zudem erstmals nach Saudi-Arabien.
Die Daten deuten auf eine allmähliche Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Exporte Aserbaidschans hin, wobei die Ukraine und Belarus wieder als Wachstumsmärkte auftauchen, während der Handel mit Russland weiter schrumpft.
