Am Dienstag wurde in Baku das 3. Internationale Statistikforum eröffnet, das hochrangige Beamte, Experten und Wissenschaftler aus 15 Ländern und 10 internationalen Organisationen zusammenbringt, um die Zukunft der Statistik in einer sich rasant verändernden Welt zu diskutieren.
Die dreitägige Veranstaltung mit dem Motto „Perspektiven für die Entwicklung der Statistik: Die Rolle internationaler Projekte“ läuft bis zum 26. September und wird gemeinsam vom Staatlichen Statistikkomitee Aserbaidschans und dem Zwischenstaatlichen Statistikkomitee der GUS organisiert. Präsident Ilham Aliyev betonte in einer schriftlichen Botschaft, die von Premierminister Ali Asadov verlesen wurde, die Rolle verlässlicher Daten für Regierungsführung und globale Entwicklung.
„Zuverlässige Statistiken sind ein wesentliches Instrument, um Fortschritte zu messen, fundierte Entscheidungen zu treffen und transparente Regierungsführung aufzubauen“, schrieb Aliyev. „In der modernen Ära sind Statistiken zu einem der wichtigsten Instrumente geworden, um sozialen Fortschritt, die Wirksamkeit der Regierung und die Fähigkeit, auf globale Herausforderungen zu reagieren, zu beurteilen.“
Der Präsident wies darauf hin, dass Aserbaidschan stark in die Modernisierung seines statistischen Systems investiert hat, um internationalen Standards gerecht zu werden, und dabei innovative Methoden und Technologien einsetzt. Künstliche Intelligenz und digitale Transformation bezeichnete er sowohl als Herausforderung als auch als Chance, die neue Werkzeuge und Methoden erforderlich mache.
Premierminister Asadov bekräftigte diese Botschaft in seiner Eröffnungsrede und bezeichnete Statistiken als „die Grundlage für Prognosen nicht nur wirtschaftlicher Trends, sondern aller Bereiche des öffentlichen Lebens“. Er stellte fest, dass Regierungsbehörden „täglich, ja stündlich“ auf Daten angewiesen seien, um Entscheidungen zu treffen.
Auch die Anerkennung durch die UN wurde hervorgehoben. Dieses Jahr wird der 20. Oktober als Welttag der Statistik unter dem Motto „Entwicklung durch Qualitätsstatistiken für alle vorantreiben“ begangen. Aliyev sagte, dass das Baku-Forum, das im Vorfeld der Veranstaltung stattfand, eine rechtzeitige Plattform für den Start neuer Initiativen biete.
Denis Trefilov, stellvertretender Generalsekretär der GUS, betonte, dass die Digitalisierung die Statistikpraxis umgestalte:
„Unsere Perspektiven liegen darin, sich an diese neuen Bedingungen anzupassen, Innovationen anzuwenden und Methodologien für neue Bereiche der Wirtschaft und des sozialen Lebens zu entwickeln“, sagte er und verwies auf die gemeinsame Beteiligung der GUS an globalen Projekten wie Kaufkraftparitätsumfragen, Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, Bevölkerungszählungen und Indikatoren der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs).
Tahir Budagov, Vorsitzender des Staatlichen Statistikkomitees Aserbaidschans, stellte das neue Programm 2026-2030 zur Entwicklung des nationalen Statistiksystems vor. Prioritäten sind die Stärkung der institutionellen Kapazitäten, die Ausweitung von IKT-basierten Innovationen und die Einbindung nationaler Erfahrungen in internationale methodologische Rahmenwerke.
Die Redner waren sich einig, dass angesichts der wachsenden Abhängigkeit von digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz die Fähigkeit, verlässliche, vergleichbare und zukunftsorientierte Statistiken zu erstellen, unerlässlich geworden ist – nicht nur für die Politikgestaltung, sondern auch für die Förderung von Vertrauen, Transparenz und Integration in die Weltwirtschaft.
