An heißen Sommertagen greifen wir instinktiv zur Wasserflasche. Doch immer häufiger sieht man Getränkeflaschen, die stundenlang in der prallen Sonne liegen – vor Kiosken, auf Verkaufsständen. Das Plastik heizt sich auf, der Inhalt wird warm. Doch wie gefährlich ist es wirklich, solches „Sonnenwasser“ zu trinken? Media.Az fragte bei Experten nach.
Der Internist Panakh Panakhov warnt:
„Erwärmtes Plastik gibt chemische Stoffe ab, die das Hormonsystem schädigen können. Es kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Dehydrierung und allgemeiner Schwäche kommen.“
Außerdem rät er dringend davon ab, Plastikflaschen mehrfach zu verwenden:
„Sonnenlicht schwächt das Material. Es entstehen Mikrorisse, durch die Giftstoffe ins Wasser gelangen.“
Ernährungsexperte Asim Veliyev ergänzt:
„Chemikalien wie Antimon, Phthalate und BPA lösen sich bei Hitze aus Einwegflaschen. Sie gelten als hormonell wirksam, krebserregend und fruchtbarkeitsmindernd.“
Lebensmitteltechnologe Farid Safarov hebt hervor, dass insbesondere Mineralwasser hitzeempfindlich ist:
„Mineralien reagieren mit Wärme und Sonnenlicht, der Geschmack und die Qualität ändern sich. Entgegen der Annahme vermehren sich Bakterien bei Wärme sogar schneller.“
Er empfiehlt kühle, schattige Lagerung und die Nutzung von Glasflaschen oder BPA-freiem Kunststoff.
Die Lebensmittelsicherheitsagentur Aserbaidschans warnt: Getränke dürfen im Sommer nicht über 25 °C gelagert oder der Sonne ausgesetzt werden. Es werden regelmäßige Kontrollen durchgeführt.
