Die Transkaspische Gaspipeline könnte die Energie- und Politlandschaft Eurasiens neu gestalten, schreibt Luke Coffey, Senior Fellow am Hudson Institute, in Arab News. Er erklärte, das Projekt passe in Washingtons umfassendere Vision der „Trump-Route“, die Europa über den Südkaukasus mit Zentralasien verbindet, und könnte der EU helfen, ihre Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu verringern, während es zugleich neue Märkte für US-Energieunternehmen öffnet.
Coffey stellte fest, dass Moskau und Teheran die Pipeline lange unter dem Deckmantel von Umweltbedenken blockierten, doch veränderte Realitäten — Russlands Krieg in der Ukraine und Irans zunehmende Isolation — hätten ein seltenes Zeitfenster geschaffen. Sollte das Projekt umgesetzt werden, würde es Europas Energiebedarf sichern, neue Einnahmen für Turkmenistan generieren und die regionale Stabilität stärken. Coffey verwies auf den jüngsten Besuch von Präsident Ilham Aliyev in Turkmenistan nach Gesprächen in Washington als Teil der Bemühungen, die Initiative voranzubringen.
