Im Alltag nennt man die dritten Backenzähne “Weisheitszähne”. Sie brechen meist zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch und können sowohl Beschwerden verursachen als auch — für manche — ein unnötiges “Geschenk” der Natur sein. Die meisten Menschen haben vier Weisheitszähne, zwei oben und zwei unten, manche jedoch weniger.
Die Entfernung – Ja oder Nein?
Ob Weisheitszähne entfernt werden sollten, spaltet selbst Zahnärzte. Manche empfehlen eine Entfernung im Jugendalter, andere raten zum Erhalt, solange sie gesund und unproblematisch sind.
Zahnarzt Naib Jafarov erklärt: “Eine gesunde Weisheitszahn, der den Nachbarzähnen nicht schadet, muss nicht gezogen werden.” Es gebe jedoch Fälle, in denen eine Entfernung nötig sei:
“Wenn der Kiefer zu wenig Platz bietet, der Zahn schief wächst, Druck auf andere Zähne ausübt oder Schmerzen verursacht… Eine teilweise Durchbruch — wenn ein Teil unter dem Zahnfleisch bleibt — kann Infektionen, Zysten oder sogar Tumoren auslösen.”
Die Entscheidung sollte nach einer gründlichen Untersuchung und Röntgenaufnahmen erfolgen.
Warum sich Junge Menschen Häufiger dafür Entscheiden
Laut Jafarov spielt bei jungen Menschen oft der Gruppendruck eine Rolle. Auch kieferorthopädische Behandlungen wie Zahnspangen beeinflussen die Entscheidung. Das Entfernen kann helfen, die Zahnstellung nach einer Behandlung zu stabilisieren.
Viele Zahnärzte empfehlen daher eine frühe Entfernung. In diesem Alter sind die Wurzeln noch nicht vollständig entwickelt und der Kieferknochen weicher, was den Eingriff erleichtert. Die Heilung verläuft schneller und unkomplizierter.
