Die Weltbank (WB) leistet technische Unterstützung bei der Bewertung des geothermischen Ressourcenpotenzials Aserbaidschans.
Das teilte Stefanie Stallmeister, Länderchefin der WB für Aserbaidschan, gegenüber Report mit. „Wir sind bereit, die Zusammenarbeit fortzusetzen – sowohl mit privater als auch staatlicher Finanzierung, je nachdem, was sich für die Entwicklung einzelner Bereiche als zweckmäßiger erweist. Derzeit läuft die technische Unterstützung weiter, und es ist noch nicht entschieden, ob zusätzliche Mittel benötigt werden“, erklärte sie.
Wie die SOCAR-Tochter SOCAR Green vergangene Woche mitteilte, soll die erste geothermische Anlage des Landes voraussichtlich bis 2030 in Betrieb gehen. Derzeit sucht SOCAR einen Partner mit Erfahrung in Geothermietechnologien.
SOCAR Green kooperiert im Bereich Geothermie bereits mit den Öldienstleistern Baker Hughes Co. (USA) und Schlumberger (SLB). Die Vereinbarungen mit diesen Unternehmen wurden im Rahmen der Klimakonferenz COP29 im November 2024 unterzeichnet.
Im Rahmen des Abkommens arbeitet Baker Hughes mit Aserbaidschan an der Identifizierung und Bewertung des geothermischen Potenzials des Landes. SLB GeothermEx wurde von SOCAR Green als Berater für die Analyse vielversprechender geothermischer Standorte in der Region Karabach engagiert.
Bekannt ist, dass die Region Karabach eine hohe vulkanische Aktivität und heiße Quellen aufweist. Das Wasser kann Temperaturen von 100–150 Grad Celsius erreichen, was Potenzial für traditionelle Dampfkraftwerke, die direkte Beheizung von Wohn- und Industrieanlagen sowie andere Anwendungen schafft. Das Istisu-Tal, der Garagöl und die heiße Quelle Zuar wurden als besonders geeignet eingestuft, und ein geologisches Erkundungsprogramm wurde entwickelt.
