Seit Februar ist die Zahl der Menschen in Aserbaidschan, die ihre Organe nach dem Tod spenden möchten, von 50 auf 600 gestiegen.
Wie Oxu.Az unter Berufung auf modern.az berichtet, erklärte die Vorsitzende des Koordinationszentrums für Organspende und Transplantation, Egeyane Abbasova, dass regelmäßig Aufklärungsarbeit betrieben werde, auch an Universitäten.
„Unsere Beobachtungen zeigen, dass die Mehrheit der älteren Menschen der Organspende eher ablehnend gegenübersteht, während bei der Jugend ein völlig gegenteiliger Trend erkennbar ist. Aber selbst wenn 5 Millionen der 10 Millionen Einwohner als Spender registriert wären, könnten Organe ohne die Meldung des Hirntods aus der Intensivstation nicht entnommen werden. In diesem Bereich leisten wir intensive Arbeit. Anfangs gab es Probleme – das System war neu, und Ärzte erkannten die Bedeutung nicht. Doch diese Hindernisse werden nach und nach beseitigt“, betonte Abbasova.
Von Jahresbeginn bis April 2025 hatten sich lediglich 62 Personen als postmortale Spender registriert. In den letzten fünf Monaten hat sich die Zahl fast verzehnfacht und liegt nun bei 600.
