Pakistan wurde offiziell in die Liste der Fleisch exportierenden Länder nach Aserbaidschan aufgenommen und hat bereits Gespräche mit lokalen Importeuren aufgenommen, um die Lieferungen bald zu starten.
Nach Angaben der pakistanischen Handelsentwicklungsbehörde (TDAP) ging dem eine Arbeit des Tierquarantäneamts voraus, um alle veterinär- und hygienerechtlichen Anforderungen der aserbaidschanischen Seite zu erfüllen. Islamabad befindet sich nun in den letzten Vorbereitungen für den Exportstart.
Aber wird Fleisch tatsächlich günstiger für die Verbraucher?
Der Vorsitzende des Zentrums liberaler Ökonomen, Akif Nasirli, erklärte, dass die Einführung pakistanischen Fleisches keine automatische Preissenkung garantiere.
„Die Verbilligung von Fleisch hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst muss die lokale Produktion steigen. Aserbaidschan plant, die Fleischproduktion bis 2027 zu erhöhen. Dann könnten die Preise sinken. In Pakistan sind die Produktionskosten – insbesondere für Arbeitskräfte, Land und einige andere Ausgaben – niedriger. Wenn das Produkt, einschließlich Importkosten, zu einem günstigeren Preis angeboten wird, könnte Fleisch billiger werden“, so Nasirli.
Er betonte, dass einmalige Lieferungen die Preise nur vorübergehend senken können, während für eine langfristige Wirkung ein systematischer Ansatz erforderlich ist: „Einmalimporte können kurzfristig günstig sein, aber eine dauerhafte Preissenkung ist nicht möglich. Für eine nachhaltige Verbilligung muss zunächst die lokale Produktion gesteigert und anschließend ein gesunder Wettbewerb zwischen den Fleischimporteuren geschaffen werden.“
Nasirli erwartet jedoch positive Entwicklungen nach Beginn der Lieferungen:
„Meiner Meinung nach wird der Beginn des Fleischimports aus Pakistan die Preise in gewissem Maße senken. Besonders in mittleren Städten und einzelnen Regionen wird dies spürbar sein. Die Preissenkung wird jedoch erst ein bis zwei Monate nach dem Importbeginn eintreten“, betonte er.
Quelle: Bizim.Media
