In Baku und anderen großen Städten Aserbaidschans dürften die Immobilienpreise steigen, nachdem verpflichtende Energieeffizienzpässe für neue, renovierte und rekonstruierte Gebäude eingeführt wurden.
Das Gesetz, das in erster Lesung vom Milli Mejlis (Parlament) verabschiedet wurde, soll die Energieeffizienz fördern und den Bausektor an moderne Umweltstandards anpassen.
Künftig müssen alle Wohn- und Geschäftsgebäude vor dem Verkauf eine offizielle Energieeffizienzbescheinigung – den sogenannten Energiepass – erhalten. Das Ministerkabinett wird in den kommenden Monaten die Verfahren und Durchsetzungsmechanismen festlegen.
Laut Vugar Oruc, Vorsitzender der aserbaidschanischen Gutachtergesellschaft, wird die neue Regelung die Marktnachfrage beeinflussen und die Immobilienpreise nach oben treiben:
„Wohnungen in energiezertifizierten Gebäuden werden teurer und stärker nachgefragt. Sie verbrauchen weniger Energie und verursachen geringere Nebenkosten“, sagte er gegenüber Khazar.TV.
Ersten Schätzungen zufolge könnte der Preis einer Wohnung, die derzeit 2.500 Manat pro Quadratmeter kostet, nach Erhalt des Energiepasses auf etwa 2.700 Manat steigen.
Analysten weisen jedoch darauf hin, dass ältere, energieineffiziente Gebäude an Marktwert verlieren könnten, da Käufer zunehmend „grün zertifizierte“ Immobilien bevorzugen.
