Ein neues, regierungsunterstütztes Projekt könnte den Verkehr in Baku neu gestalten, indem kostenpflichtige Zonen eingeführt werden, die den Einsatz von Privatfahrzeugen verringern und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern sollen.
Verkehrsexperte Eldeniz Jafarov sagte gegenüber KhazarTV, dass das System einfach umzusetzen sei. Der Verkehr in und um die Stadt würde überwacht, der Zugang zu den vorgesehenen Bezahlzonen von einem staatlichen Automobilunternehmen kontrolliert. Fahrer könnten elektronisch über mobile Apps oder SMS bezahlen, während die Daten darüber, wer bezahlt hat – und wer nicht – zentral gespeichert würden. Die vorgeschlagenen Zonen würden die verkehrsreichsten Straßen der Hauptstadt abdecken und Modelle nachbilden, die seit langem in England, den USA und Singapur genutzt werden. Die Preise könnten je nach Fahrzeuggröße und Standort variieren, mit täglichen, wöchentlichen und monatlichen Paketen.
Beamte sagen, die Ziele seien dreifach: schädliche Emissionen verringern, Staus im Stadtzentrum von Baku lindern und die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel stärken.
„Dieses System wäre eine große Hilfe für die Bürger“, sagte Jafarov und betonte, dass weniger Autos auf den Straßen sauberere Luft und schnellere Fahrten bedeuten würden.
Das Ministerkabinett hat einen engen Zeitplan bestätigt. Innerhalb von drei Monaten sollen Haushaltsaktionszonen offiziell festgelegt werden, wobei der Präsident Vorschläge zu Einreisegebühren unterbreiten soll. Laut dem Plan würde die Durchsetzung der neuen Regeln am 1. Januar 2027 beginnen.
Während die Initiative als Schritt in Richtung einer grüneren, effizienteren Stadt begrüßt wird, bleibt die öffentliche Reaktion gemischt. Befürworter sehen darin längst überfällige Maßnahmen, während Skeptiker warnen, dass sie eine zusätzliche finanzielle Belastung für normale Fahrer darstellen könnte, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel nicht parallel verbessert werden.
