Laut The Daily Telegraph ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit, über die Abgabe bestimmter von Russland kontrollierter Gebiete zu sprechen, wenn dies den Weg in die NATO ebnet und verlässliche Sicherheitsgarantien bietet.
Die britische Zeitung zitiert informierte Quellen, wonach Selenskyj im privaten Kreis angedeutet habe, dass die Krim sowie russisch besetzte Teile des Donbass, Saporischschja und Cherson auf den Verhandlungstisch kommen könnten. Im Gegenzug würde Kiew “verlässliche Sicherheitsgarantien in Form von Waffenlieferungen und einem klaren Weg zur NATO-Mitgliedschaft” fordern.
Dies wird als Abschwächung seiner öffentlichen Position gewertet und mit dem für den 15. August geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska in Verbindung gebracht. Es wäre das erste persönliche Treffen beider Staatschefs seit dem Biden–Putin-Gipfel 2021 in Genf.
Trump erklärte, er wolle mit Putin über den Ukraine-Krieg sprechen und halte “einige Gebietstausche” für möglich. Außerdem sehe er “eine Chance”, ein Dreiergespräch mit Selenskyj und Putin zu arrangieren.
Gleichzeitig betonte die Zeitung, Selenskyj habe europäischen Staats- und Regierungschefs geraten, jeden von den USA vermittelten Friedensplan abzulehnen, der ausdrücklich die Abtretung ukrainischen Territoriums vorsieht.
Der Alaska-Gipfel wird in Washington und Moskau aufmerksam verfolgt, während Diplomaten darüber spekulieren, ob er den Weg für die bedeutendste Wende im Konflikt seit Beginn der russischen Invasion 2022 ebnen könnte.
