Iranische Medien und politische Kreise haben ihren Fokus auf den Zangezur-Korridor verstärkt und stellen ihn als ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit und Interessen des Landes dar — wobei Aserbaidschan konsequent als Hauptquelle dieser „Bedrohung“ genannt wird.
Laut dem Kanal „Free Iran“ deutet das Maß an koordinierter Berichterstattung darauf hin, dass Journalisten und Analysten von zentraler Stelle angewiesen wurden, das Thema Korridor prominent auf der öffentlichen Agenda zu halten. Ziel ist offenbar, den Eindruck zu vermitteln, das Projekt schwäche Irans geopolitische Position.
Ein Blick auf aktuelle iranische Schlagzeilen verdeutlicht das Narrativ: „Die Zangezur-Verschwörung“, „Zangezur- und Davud-Korridore: Eine Stille Kriegserklärung an den Iran“, „Geopolitische Bedrohungen des Zangezur-Korridors für den Iran“, „Zangezur – Der Explosionspunkt im Kaukasus: Ein Krieg für eine Neue Weltordnung an Irans Grenzen“, „Zangezur-Korridor: Der Konflikt zwischen Irans Interessen und der Republik Aserbaidschan“ und „Zangezur: Eine Neue Front im geopolitischen Krieg“.
Auch wenn diese Artikel aus Medien mit unterschiedlichen politischen Ausrichtungen — und sogar aus Kreisen bestimmter Amtsträger — stammen, verfolgen sie einen klaren Kurs: Aserbaidschan wird als Feind dargestellt, der im Geheimen gegen den Iran agiert. Laut Analysten basiert diese Kampagne auf wiederholten Unwahrheiten, Desinformation und dem gezielten Verschweigen wesentlicher Fakten.
Das Ergebnis ist eine dauerhafte Informationsoffensive, die die öffentliche Meinung im Iran formen soll. Der Zangezur-Korridor wird nicht als regionales Verkehrsprojekt, sondern als strategische Bedrohung dargestellt — und Baku als treibende Kraft dahinter inszeniert.
