Der Krieg in der Ukraine hat erneut das Leben eines Mannes mit Wurzeln in Aserbaidschan gefordert.
Wie APA berichtet, wurde Rasim Kyazimov, 1989 in Schamkir geboren, aber russischer Staatsbürger, im Mai beim Kampf für Moskaus Armee getötet. Seine Familie erhielt die Nachricht über seinen Tod erst in dieser Woche. In den kommenden Tagen soll sein Leichnam nach Schamkir überführt werden.
Kyazimovs Geschichte ist nicht einzigartig. Dutzende Männer aserbaidschanischer Herkunft — ob russische Staatsbürger, Arbeitsmigranten oder Mitglieder der ukrainischen Diaspora — sind in die Schützengräben dieses zermürbenden Krieges gezogen worden.
Einige kämpfen unter russischer, andere unter ukrainischer Flagge. Das Ergebnis ist bittere Ironie: Aserbaidschaner, die Sprache, Wurzeln und Familien teilen, sterben auf gegnerischen Seiten desselben Schlachtfelds und schießen in einem Krieg aufeinander, der nicht ihrer ist.
Für Baku ist es eine stille Tragödie. Die Regierung ergreift keine Partei, doch die Diaspora zahlt den Blutzoll. Und für gewöhnliche Aserbaidschaner sind diese Tode eine schmerzliche Erinnerung: In den Kriegen der Imperien werden kleine Nationen oft zwischen die Fronten gedrängt — manchmal buchstäblich Bruder gegen Bruder.
Die Schützengräben der Ukraine sind nicht nur Gräber für Russen und Ukrainer geworden, sondern auch für Söhne Aserbaidschans — sterbend für Fahnen, die nicht die ihren sind.
