Das jüngste Interview von Präsident Ilham Aliyev mit dem saudischen Sender Al Arabiya hat große Aufmerksamkeit erregt. Aserbaidschanische Abgeordnete bezeichneten seine Äußerungen als klare Darstellung der prinzipientreuen Außenpolitik des Landes.
Gegenüber Oxu.Az sagte der Abgeordnete Mushfiq Jafarov, dass Aliyevs Aussagen erneut die Haltung Aserbaidschans zu zentralen regionalen und globalen Fragen deutlich machten:
„Die Erklärung des Präsidenten zur in Washington unterzeichneten Erklärung war besonders wichtig. Er stellte klar, dass die Einhaltung des Abkommens nicht nur die Verantwortung der armenischen Regierung, sondern des armenischen Staates insgesamt ist.“
Jafarov merkte an, dass Aliyev auch auf die Beziehungen zu Russland einging und betonte, dass Aserbaidschan keine Verantwortung für den derzeitigen Abschwung trage:
„Der Präsident hob hervor, dass Aserbaidschan niemals Aggression oder Respektlosigkeit dulden werde. Der jüngste OMON-Vorfall war kein Einzelfall, sondern Teil einer härteren politischen Rhetorik gegenüber Baku.“
Nach Ansicht des Abgeordneten zeigen diese Entwicklungen eine neue Phase in den aserbaidschanisch-russischen Beziehungen:
„Interessenkonflikte hat es schon früher gegeben, doch diesmal markieren die Handlungen der russischen Machtstrukturen und die öffentliche Zurschaustellung der Spannungen einen Wendepunkt. Vor diesem Hintergrund bewahrt Aserbaidschan eine ausgewogene, aber prinzipientreue Haltung und stärkt seine Führungsrolle in der Region.“
Jafarov betonte, dass Aserbaidschan trotz seiner strategischen Gesten gegenüber Moskau nach dem Zweiten Karabach-Krieg — einschließlich der Weigerung, sich den antirussischen Sanktionen anzuschließen —, dass bestimmte Kreise in Russland weiterhin „schwere Fehler“ in ihrer Kaukasus-Politik machen.
„Aserbaidschan ist heute zu einem verlässlichen, unabhängigen Entscheidungsträger in der Region geworden. Die Zukunft des Kaukasus kann ohne die Beteiligung Bakus nicht mehr gestaltet werden,“ schloss der Abgeordnete.
