Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab bekannt, dass die Botschaft Aserbaidschans in Kiew bei einer nächtlichen Welle russischer Angriffe beschädigt wurde. Er betonte, dass damit die Zahl der getroffenen zivilen und diplomatischen Ziele weiter steige.
In einem Beitrag in den sozialen Medien erklärte Selenskyj, Russland habe “mehr als 30 Raketen und fast 600 Drohnen” gegen die Ukraine abgefeuert. Der Beschuss forderte 17 Todesopfer, darunter vier Kinder, und hinterließ zahlreiche Schwerverletzte. Ärzte kämpfen um Leben, während Krankenhäuser unter der Last der Opfer am Limit arbeiten.
Zu den beschädigten Orten gehörten die Botschaft Aserbaidschans, eine türkische Einrichtung, die EU-Vertretung, der British Council sowie mehrere Wohnviertel.
Selenskyj bezeichnete den Angriff als “Putins Antwort” auf internationale Bemühungen, den Krieg zu stoppen:
“Dies ist Russlands Reaktion auf die Ukraine, die Vereinigten Staaten und die europäischen Partner, die versuchen, die Tötungen zu beenden. Deshalb sind Druckmaßnahmen nötig — Sanktionen, Zölle, politische Isolation. Die Ukraine erwartet entschlossene Schritte.”
Der Angriff auf die diplomatische Mission Aserbaidschans verleiht der Lage eine neue heikle Dimension, da er nicht nur die westlichen Partner der Ukraine betrifft, sondern auch eine Regionalmacht, die sowohl zu Moskau als auch zu Kiew vorsichtige Beziehungen pflegt.
