In einem Keller eines Wohnhauses in der Asif Magerramov Straße 44A im Nasimi Bezirk von Baku wurde eine illegale Goldverarbeitungswerkstatt entdeckt, die giftige Chemikalien verwendet.
Die Situation wurde kritisch, nachdem die Werkstattbesitzer das Lüftungssystem des Raums mit giftigen Substanzen an das Fallrohr des Gebäudes angeschlossen hatten. Die Bewohner des Hochhauses schlagen Alarm, da sie aufgrund des sich ausbreitenden, starken Geruchs nicht normal in ihren Wohnungen atmen können.
“Es wird eine chemische Substanz verwendet, wahrscheinlich Kaliumcyanid. Das ist eine extrem gefährliche Verbindung. Als wir davon erfuhren, waren wir einfach schockiert. Im Gebäude leben Kinder und ältere Menschen – sie alle sind tödlicher Gefahr ausgesetzt”, sagte einer der Bewohner.
Ein weiterer Bewohner beschrieb die Situation noch dramatischer: “Aus der Kanalabdeckung steigt ein schwerer Geruch auf. Als ich vorbeiging, wurde mir übel. Wir haben nicht sofort verstanden, was los war, bis wir ein merkwürdiges Rohr nach oben sehen konnten. Alle Bewohner haben den ganzen Tag Kopfschmerzen, Übelkeit und einige erbrechen.”
Empörte Bürger versuchten, das Problem selbst zu lösen.
“Wir haben uns versammelt und sie gebeten, mit der Verwendung dieser Substanzen aufzuhören. Wir erklärten, dass hier Familien mit kleinen Kindern leben und eine Massenvergiftung stattfindet”, teilte ein weiterer Bewohner des Gebäudes mit.
Es ist bemerkenswert, dass der Vorsitzende von Nasimi-3 LLC, einer von den Bewohnern gegründeten Gesellschaft zur Verwaltung des Gebäudes, angibt, dass er nicht über die Aktivitäten der unterirdischen Werkstatt informiert war. Laut ihm sind die Eigentümer der Kellerräume Außenstehende, die nicht im Gebäude wohnen.
Auf Anfrage von Khazar Khabar teilte die Exekutive des Nasimi Bezirks mit, dass das Gebäude vor etwa 20 Jahren von einem Bauunternehmen gebaut und in Betrieb genommen wurde. Da es nicht in den Zuständigkeitsbereich der Exekutive fällt und von der von den Bewohnern gegründeten Nasimi-3 LLC verwaltet wird, erklären die Bezirksbehörden, dass sie keine rechtliche Verantwortung für nicht-wohnwirtschaftliche Objekte im Keller tragen.
Das Ministerium für Notfälle reagierte auf die Situation und gab an, dass der Brandschutzinspektor Informationen über die Eigentümer des Objekts erhalten habe. Eine Anfrage für eine unvorhergesehene Inspektion wurde an das zentrale Informationsregister der Inspektionen des Justizministeriums gesendet. Nach Erhalt des entsprechenden Berichts werden Brandschutztechnische Untersuchungen durchgeführt und rechtliche Maßnahmen ergriffen.
