Eine 30-jährige aserbaidschanische Frau, schwanger und Mutter von zwei Kindern, wurde letzte Woche in Espoo vor ihren Kindern von ihrem Ex-Mann erschossen, berichtete die finnische Tageszeitung Ilta-Sanomat.
Die Polizei gab an, dass der 44-jährige Verdächtige durch eine Glastür im Treppenhaus ihres Wohnblocks geschossen habe. Die Kinder wurden Zeugen des Mordes. Der Mann gestand später und die Waffe wurde sichergestellt. Das Paar hatte im Frühjahr 2024 geschieden und getrennt gelebt. Lokale Berichte deuten darauf hin, dass die neue Beziehung der Frau Eifersucht ausgelöst haben könnte.
Zwei Wochen zuvor hatte sie beim Gericht eine einstweilige Verfügung gegen ihren Ex-Mann beantragt, aber eine Anhörung stand noch aus.
Die Behörden weisen darauf hin, dass der Verdächtige keine Vorgeschichte von Gewaltverbrechen hatte; lediglich eine zehn Jahre alte Akte wegen kleinerer Ordnungswidrigkeiten. Er hat seine Schuld zugegeben und kooperiert mit den Ermittlern.
Die Tragödie hat starke Reaktionen unter Aserbaidschanern ausgelöst, wobei Diaspora-Gruppen in Europa zu engerer Zusammenarbeit mit den finnischen Behörden aufrufen, um einen besseren Schutz gefährdeter Frauen zu gewährleisten. Die aserbaidschanische Botschaft in Helsinki hat noch keine öffentliche Erklärung abgegeben, verfolgt den Fall jedoch voraussichtlich aufmerksam.
