Der Mittlere Korridor, der Asien über Zentralasien und den Südkaukasus mit Europa verbindet, steht laut dem aserbaidschanischen Abgeordneten Mushfiq Jafarov gegenüber Oxu.Az vor einem großen Aufschwung durch die zukünftige Eröffnung des Zangezur-Korridors.
Der Mittlere Korridor, offiziell 2014 mit der Beteiligung Aserbaidschans, Kasachstans und Georgiens gestartet, wurde seitdem auf die Ukraine, Rumänien und Polen ausgeweitet. Die Route beginnt an der Grenze China–Kasachstan, überquert das Kaspische Meer, führt durch Aserbaidschan und Georgien und erstreckt sich weiter nach Europa. Jafarov betonte, dass das Projekt nicht nur eine wirtschaftliche Lebensader ist, sondern auch erhebliche politische Bedeutung hat. „Die Initiative, Teil von Chinas Belt-and-Road-Vision, erstreckt sich heute über 65 Länder und 40 % des globalen BIP. Laut Weltbank belaufen sich die Investitionen entlang des Korridors bereits auf 575 Milliarden US-Dollar“, erklärte er.
Zangezur als neue Verbindung
Der Abgeordnete hob hervor, dass die neue Verkehrsinfrastruktur in den befreiten Gebieten Aserbaidschans, einschließlich des Zangezur-Korridors, einen wichtigen neuen Zweig des Mittleren Korridors eröffnen wird. „Durch die Entwicklung großer Verkehrs- und transnationaler Energieprojekte wird Aserbaidschan das Potenzial des Korridors stärken und sowohl politische als auch Investorenunterstützung erhöhen“, sagte er.
Mit den richtigen politischen Entscheidungen und Investitionen schätzt Jafarov, dass die Handelsvolumina entlang des Korridors bis 2030 verdreifacht werden könnten, während die Transitzeiten für Fracht halbiert werden könnten.
