Mit Beginn des neuen Studienjahres in Baku häufen sich Betrugsfälle durch angebliche Vermieter. Besonders Studierende aus den Regionen, die in der Hauptstadt eine Wohnung suchen, fallen auf gefälschte Online-Anzeigen herein. Nach einem ersten Kontakt überweisen sie eine Kaution oder die erste Monatsmiete – doch kurz darauf ist der “Vermieter” nicht mehr erreichbar. Hunderte Studierende werden so Opfer von Betrug.
Rechtsanwalt Akram Hasanov warnt:
„Man darf niemals Geld an unbekannte Personen überweisen. Wenn so etwas passiert, sollte man sofort die Polizei einschalten. Über Bankkonten lassen sich Transaktionen nachverfolgen und die Gelder zurückholen. Wichtig ist, den Fall bis zum Ende durchzuziehen.“
Der Bildungsexperte Mazahir Mammadli sieht die Wurzel des Problems im Fehlen von Studentenwohnheimen:
„Jede Universität sollte über ein eigenes Wohnheim verfügen. In Aserbaidschan erfüllen nur wenige Hochschulen diesen Standard. Private Universitäten haben überhaupt keine Wohnheime. Unter solchen Umständen floriert der Betrug, und besonders Studierende aus den Regionen sind betroffen.“
