China ist bereit, eng mit Aserbaidschan zusammenzuarbeiten, um die positive Dynamik in den bilateralen Beziehungen aufrechtzuerhalten und neue Kooperationsfelder zu eröffnen, sagte die Botschafterin des Landes in Baku am Montag.
Bei einem Briefing bezeichnete Botschafterin Lu Mei den jüngsten Staatsbesuch von Präsident Ilham Aliyev in China (30. August – 3. September) als Wendepunkt, der “der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit starken Auftrieb verlieh”. Laut Report betonte sie, dass sich Aliyev und Präsident Xi Jinping nun mehr als zehnmal getroffen hätten und dabei eine “tiefe persönliche Freundschaft” sowie enge Arbeitsbeziehungen aufgebaut hätten. “Die Führer tauschten Ansichten über die Stärkung des politischen Vertrauens und die Vertiefung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit aus”, sagte Lu und fügte hinzu, dass die während des Besuchs erzielten Vereinbarungen die Beziehungen auf das höchste Niveau in der Geschichte gehoben hätten.
Xi Jinping habe die Bedeutung der Angleichung nationaler Entwicklungsstrategien, der Förderung hochwertiger Zusammenarbeit im Rahmen der Belt and Road Initiative sowie der weiteren Liberalisierung von Handel und Investitionen hervorgehoben. Vorrangige Bereiche seien die Erweiterung der Kapazität der Transkaspischen Internationalen Transportroute (Mittlerer Korridor), Infrastruktur, Landwirtschaft und Energie sowie neue Kooperationen in digitaler Wirtschaft, grüner Entwicklung und künstlicher Intelligenz.
Lu betonte, dass jenseits der Wirtschaft eine Ausweitung der Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur, Tourismus, Jugendaustausch und regionalen Partnerschaften entscheidend sei, um eine starke Grundlage für langfristige Beziehungen zu schaffen.
Mit Blick nach vorn beschrieb sie die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Aserbaidschan als mit “breiten Perspektiven und großem Potenzial” ausgestattet und bekräftigte Pekings Verpflichtung, die auf Führungsebene erzielten Vereinbarungen umzusetzen.
Die Botschafterin hob auch Chinas Fokus auf den Mittleren Korridor hervor. “Aserbaidschan gehörte zu den ersten Ländern, die sich der Belt and Road Initiative anschlossen. Peking misst der Transkaspischen Route große Bedeutung bei, um die regionale Konnektivität zu stärken, das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und die Stabilität globaler Lieferketten zu gewährleisten”, sagte sie.
Laut Lu haben sich die Frachtströme entlang dieser Route nahezu verdoppelt. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 empfing Aserbaidschan 225 Blockzüge aus China, etwa doppelt so viele wie im Vorjahr. “Bis Jahresende erwarten wir die Abfertigung von mehr als 400 Zügen. Morgen werde ich an einer Zeremonie für einen China–Europa-Güterzug teilnehmen, der aus Zhejiang in Baku ankommt”, bemerkte sie.
Aliyev bedankte sich beim Verlassen Pekings letzte Woche bei der chinesischen Seite für den “herzlichen und freundschaftlichen Empfang” und betonte die Bereitschaft seiner Regierung, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
