Das Vereinigte Königreich hat eine Ausnahme von Sanktionen für mehrere große internationale Öl- und Gasprojekte gewährt, an denen die russischen Unternehmen Lukoil und Rosneft in Aserbaidschan und Kasachstan beteiligt sind.
Laut dem britischen Finanzministerium, das beide Unternehmen am Mittwoch offiziell auf seine Sanktionsliste gesetzt hat, gilt die Ausnahmeregelung bis zum 14. Oktober 2027.
Die Ausnahme betrifft Projekte von strategischer Bedeutung für die regionale Energiesicherheit, darunter das Caspian Pipeline Consortium (CPC), TengizChevroil, Shah Deniz, die Südkaukasus-Pipeline (Baku–Tiflis–Erzurum), die Azerbaijan Gas Supply Company und Karachaganak.
Die Entscheidung zielt darauf ab, den ununterbrochenen Betrieb wichtiger transkaspischer und eurasischer Energieverbindungen sicherzustellen, die sowohl europäische als auch asiatische Märkte versorgen.
Analysten betonen, dass dieser Schritt des Vereinigten Königreichs das pragmatische Gleichgewicht zwischen der Durchsetzung von Sanktionen gegen Russland und der Aufrechterhaltung der globalen Energiestabilität unterstreicht – insbesondere bei Projekten, an denen mehrere internationale Anteilseigner, darunter britische und amerikanische Unternehmen, beteiligt sind.
