In Baku, Jerewan und Washington kursieren Spekulationen über ein mögliches Treffen auf höchster Ebene zwischen dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev und dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan in der US-Hauptstadt — ein Gipfel, der eine Wende im Friedensprozess im Südkaukasus einläuten könnte.
Das Gerede begann, nachdem der in Washington ansässige Journalist Alex Raufoglu auf X (ehemals Twitter) berichtete, dass beide Staatschefs schon an diesem Freitag im Weißen Haus unter der Gastgeberrolle von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen könnten.
BREAKING!!! Multiple sources confirm to me that Armenia and Azerbaijan are poised to announce their intention for peace later this week in Washington.
Trump is expected to host both Nikol Pashinyan and Ilham Aliyev in the White House on Friday, sources tell me pic.twitter.com/99JrxwYkyB
— Alex Raufoglu (@ralakbar) August 4, 2025
Raufoglus Tweet verbreitete sich rasch in zahlreichen aserbaidschanischen Nachrichtenportalen — wurde jedoch nach wenigen Stunden auf mysteriöse Weise aus den meisten wieder entfernt, was die Spekulationen weiter anheizte. Laut Raufoglu könnte das Treffen zu einer gemeinsamen Erklärung führen, die einen Durchbruch auf dem Weg zu einem lang erwarteten Friedensabkommen zwischen Baku und Jerewan signalisiert. Sollte das stimmen, wäre es das erste Treffen der beiden Staatschefs in Washington seit Beginn der aktuellen Friedensgespräche.
Bislang gibt es keine offiziellen Erklärungen der Regierungen. Das Büro des armenischen Premierministers erklärte, man könne die Berichte “weder bestätigen noch dementieren” und kündigte an, dass Informationen zu Auslandsreisen ausschließlich per offizieller Pressemitteilung veröffentlicht werden. Aserbaidschanische Behörden schweigen bislang.
Ob der Gipfel diese Woche stattfindet oder nicht — das plötzliche Verschwinden der ersten Berichte hat die Spannung nur noch erhöht und die Erwartungen geweckt, dass hinter verschlossenen Türen in Washington tatsächlich etwas Bedeutendes im Gange sein könnte.
