Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev traf sich heute in Tianjin mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und betonte die wachsende Stärke der Beziehungen zwischen Baku und Peking. Vor den Gesprächen posierten die beiden Staatschefs gemeinsam für ein Foto; Xi begrüßte Aliyev als „meinen lieben Freund“ und dankte ihm für die Teilnahme sowohl am „SCO Plus“-Gipfel als auch an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des chinesischen Sieges über Faschismus und ausländische Aggression.
Xi lobte mehr als drei Jahrzehnte erfolgreicher bilateraler Zusammenarbeit und betonte, dass die Beziehungen inzwischen zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft gereift seien. Er hob den wachsenden Handelsumfang, die zunehmende Kooperation in den Bereichen Energie, erneuerbare Energien und digitale Technologien sowie die wachsende Rolle Aserbaidschans innerhalb der Belt and Road Initiative hervor, insbesondere durch den Transkaspischen Transportkorridor.
„China schätzt die Unterstützung Aserbaidschans und begrüßt dessen stärkere Einbindung in die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“, sagte Xi und betonte außerdem die Bedeutung des direkten Dialogs zwischen Aserbaidschan und Armenien zur Sicherung eines dauerhaften Friedens im Südkaukasus. Er bekräftigte zudem Chinas Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten.
Präsident Aliyev gratulierte seinerseits China zu den Jubiläumsfeiern und erinnerte an seinen eigenen Staatsbesuch in Peking, der seiner Aussage nach der bilateralen Zusammenarbeit einen starken Impuls gegeben habe. Er unterstrich, dass die Beziehungen zu China eine Priorität in der aserbaidschanischen Außenpolitik blieben, und begrüßte die Unterzeichnung des umfassenden strategischen Partnerschaftsabkommens.
Aliyev bekräftigte Bakus Unterstützung für Pekings Positionen zu Taiwan, Hongkong und Xinjiang und verwies darauf, dass Aserbaidschan zu den ersten Ländern gehörte, die die jüngsten Wahlen in Taiwan verurteilten. Außerdem hob er den deutlichen Anstieg des Handels hervor und lobte die Effektivität des Mittleren Korridors, eines wichtigen Bestandteils der Belt and Road Initiative, der den wachsenden Transit chinesischer Fracht durch Aserbaidschan ermöglicht.
Der aserbaidschanische Staatschef betonte, dass der Frieden mit Armenien bereits durch direkte bilaterale Verhandlungen erreicht worden sei, und unterstrich die Bedeutung einer verstärkten Zusammenarbeit in internationalen Organisationen. Beide Seiten begrüßten auch die jüngsten Fortschritte im Tourismus, die durch das Inkrafttreten eines visafreien Reiseabkommens unterstützt wurden.
Die Gespräche endeten mit einem umfassenden Meinungsaustausch über die künftige Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und China, wobei gemeinsame Prioritäten in Konnektivität, Handel und regionaler Stabilität hervorgehoben wurden.

