Armeniens Außenminister Ararat Mirzoyan hat weit verbreitete Gerüchte zurückgewiesen, wonach sein Land einem 99-jährigen Pachtvertrag für die sogenannte Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand (TRIPP) zugestimmt habe.
In einem Interview mit dem öffentlichen Fernsehen stellte Mirzoyan klar, dass die Bedingungen des Projekts — einschließlich Dauer und technischer Parameter — noch verhandelt werden und ein solcher Pachtvertrag nicht abgeschlossen wurde.
Mirzoyan betonte, dass jede im Rahmen des Abkommens entwickelte Infrastruktur fest unter armenischer Kontrolle bleiben werde, und erklärte: „Alles wird im Rahmen unserer territorialen Integrität, Souveränität und Gerichtsbarkeit umgesetzt.“
Laut der gemeinsamen Washingtoner Erklärung, die am 8. August vom armenischen Premierminister Nikol Paschinjan und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew unterzeichnet und von US-Präsident Donald Trump vermittelt wurde, soll die Trump-Route (Zangezur-Korridor) das aserbaidschanische Kernland mit seiner Exklave Nachitschewan über Südermenien verbinden, unter einem von den USA getragenen Entwicklungsmodell mit einem 99-jährigen Abkommen.
Präsident Paschinjan bezeichnete TRIPP als „das größte Investitionsprojekt in der modernen Geschichte Armeniens“, das dem Iran einen neuen Eisenbahnzugang zum Schwarzen Meer eröffnet und direkte Verbindungen zwischen Russland und Iran schafft.
