Kasachstan prüft die Möglichkeit, die Pipeline Baku–Supsa für den Export seines Rohöls zu nutzen, falls eine Vereinbarung mit Aserbaidschan zustande kommt, erklärte Energieminister Yerlan Akkenzhenov.
“Wir prüfen alle Exportwege, einschließlich Baku–Supsa. Ich habe nicht gesagt, dass diese Option kommerziell nicht tragfähig sei. Aus geografischer Sicht fließt unser Öl derzeit jedoch über das System Atyrau–Samara direkt ins Schwarze Meer über Russland,” sagte Akkenzhenov gegenüber Report.
Wirtschaftliche Überlegungen
Der Minister stellte fest, dass der Transport über Baku–Supsa teurer wäre als über Russland, da doppelte Lade-/Entladevorgänge in den Häfen Aktau und Baku vor dem Eintritt in die Pipeline erforderlich seien.
“Dies bedeutet höhere Kosten für die Versender. Derzeit wird das Thema geprüft,” fügte er hinzu.
Bereitschaft der Pipeline
Akkenzhenov betonte, dass keine zusätzlichen Investitionen erforderlich seien, um Baku–Supsa für kasachisches Öl anzupassen.
Derzeit wird die Pipeline für technisches Öl genutzt, aber BP Aserbaidschan bestätigte, dass sie betriebsbereit bleibt und für Rohöltransporte bereit ist.
Hintergrund zur Pipeline
Länge: 837 km
Kapazität: 7,5 Millionen Tonnen pro Jahr
Inbetriebnahme: 17. April 1999, im Rahmen des ACG-Projekts (Aseri–Tschirag–Gunaschli).
In den letzten Jahren wurden nur kleine Mengen transportiert: 150.000 Tonnen im Jahr 2023 und 90.000 Tonnen im Jahr 2024.
