In den vergangenen Tagen sind die Zitronenpreise auf dem Binnenmarkt Aserbaidschans stark gestiegen. Sowohl in der Hauptstadt als auch in den Regionen kosten die Früchte heute deutlich mehr als in den Vormonaten. Statt 3–4 Manat pro Kilo wird nun für eine einzelne Zitrone rund 1 Manat verlangt. Angesichts der hohen Nachfrage belastet dies spürbar die Haushaltsbudgets.
Landwirtschaftsexperte Akif Nasirli erklärte gegenüber Bizim.media, dass die Preiserhöhungen vor allem mit globalen Lieferproblemen und dem Ungleichgewicht von Import und Export zusammenhängen. In China sei die Produktion fast um die Hälfte eingebrochen, und die Türkei habe zeitweise einen Exportstopp verhängt – beides habe die Preise nach oben getrieben.
Hinzu kommen steigende Logistikkosten. Da Aserbaidschan den Großteil seiner Zitronen importiert und die Eigenproduktion nur 25 % des Bedarfs deckt, schlagen höhere Transportkosten direkt auf die Verbraucherpreise durch. Mit einer allgemeinen Inflation von rund 14 % und einer Nahrungsmittelinflation von 21 % steigen die Preise weiter.
