Deloitte: Das Geschäftsumfeld Aserbaidschans ist stabil, diversifiziert und vorsichtig optimistisch

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Aserbaidschan zeigt weiterhin positive Entwicklungen in seinem Geschäftsumfeld, gekennzeichnet durch Einkommenswachstum und zunehmende sektorale Vielfalt, so die neunte Ausgabe von Deloittes makroökonomischem Bericht „Business Outlook in Azerbaijan“.
Laut der Business-Confidence-Umfrage 2024 sind 28 % der Befragten im Bank- und Finanzwesen tätig, 15 % im Handel und weitere 15 % im Transport und in der Logistik.

Im Vergleich zu früheren Jahren hat die Beteiligung aus den Bereichen Bau (8 %), Landwirtschaft (3 %) sowie Bergbau und Metallurgie (3 %) zugenommen, was auf eine breitere Branchenvertretung hinweist. Finanziell meldeten 38 % der befragten Unternehmen Jahreseinnahmen unter 5 Millionen Manat, während Unternehmen mit 10–100 Millionen bzw. 100–500 Millionen Manat jeweils 15 % ausmachten.

Unternehmen mit Einnahmen über 500 Millionen Manat stellten 10 % der Befragten. Im Jahr 2023 lag der Anteil der Firmen in der niedrigsten Einkommensklasse bei 44 %, was auf ein allmähliches Wachstum der Unternehmensgewinne hinweist.

Gemäßigter Optimismus in stabiler Lage
Die Umfrage zeigt, dass 52,5 % der Unternehmen in den nächsten 12 Monaten mit moderatem Umsatzwachstum rechnen, 25 % Stabilität erwarten und 12,5 % einen Rückgang prognostizieren. Nur 10 % erwarten deutliche Zuwächse.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Unternehmen, die einen teilweisen Rückgang der Betriebsergebnisse erwarten, auf 47,5 % (von 37 % im Jahr 2023), während 32,5 % Stabilität und 20 % Wachstum prognostizieren – ein Zeichen vorsichtigen Optimismus angesichts äußerer und kostenbedingter Belastungen.

Unterdessen erwarten 60 % der Befragten einen teilweisen Anstieg der Löhne, und 55 % rechnen mit höheren Kapitalkosten. Zu den wichtigsten Risiken zählen Inflation, Finanzierungsschwierigkeiten und nachlassende Nachfrage.

Ausblick für die nächsten fünf Jahre
Laut Deloitte erwarten aserbaidschanische Unternehmen in den nächsten fünf Jahren das stärkste Wachstum im Bau- und Rohstoffsektor (20 %), gefolgt von Transport und Logistik (20 %), Telekommunikation und Medien (15 %), Tourismus (15 %) sowie Landwirtschaft (15 %).

Der Bericht hebt auch die wachsende Besorgnis über Cybersicherheit hervor: 32,5 % der Befragten betrachten Cyberbedrohungen als ernstes Risiko, 27,5 % als moderat und 30 % als gering, während nur 10 % glauben, dass solche Risiken ihre Tätigkeit nicht beeinträchtigen werden.

Insgesamt kommt Deloitte zu dem Schluss, dass das Geschäftsumfeld in Aserbaidschan stabil, aber vorsichtig bleibt – Unternehmen gleichen Wachstumserwartungen mit globaler Unsicherheit und steigenden Kosten aus, die die Gewinnmargen unter Druck setzen könnten.

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