In Baku fand die Eröffnungszeremonie der Gruppe C der Nations League im Amputiertenfußball statt.
Bei der Veranstaltung in der ASCO Arena betraten die Teams aus der Ukraine, Israel, den Niederlanden, Belgien und Aserbaidschan das Spielfeld mit ihren Nationalflaggen. Anschließend erklang die Nationalhymne Aserbaidschans.
Der Vorstandsvorsitzende der Aserbaidschanischen Minenräumagentur (ANAMA), Vugar Suleymanov, betonte seinen besonderen Stolz über die Austragung des Turniers im eigenen Land.
„Der Amputiertenfußball entwickelt sich zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Trends unserer Zeit. Dieses Turnier wird eine enorme Rolle dabei spielen, die Lebensmotivation der Minenopfer zu stärken. ANAMA arbeitet eng mit der AFFA zusammen, um die erfolgreiche Integration der Betroffenen in die Gesellschaft zu fördern. Für Aserbaidschan, eines der am stärksten vom Minenterror betroffenen Länder, hat dies eine besondere Bedeutung. In unserem Land liegen über eine Million Minen, bisher gab es 409 Opfer, davon 71 Todesfälle“, erklärte er.
Der Präsident der Europäischen Amputierten-Fußballföderation (EAFF), Mateusz Widłak, teilte seine Eindrücke.
„In diesem Jahr organisiert die EAFF die Nations League in vier verschiedenen Ländern mit der Teilnahme von 18 Nationalmannschaften. Die Turniere in Türkei und Spanien wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Jetzt sind wir in Aserbaidschan, und die Endrunde findet in Rumänien statt. Das sind alles wichtige Schritte für die Weiterentwicklung des Amputiertenfußballs. Jedes Jahr schließen sich mehr Länder, Spieler, Jugendliche, Frauenfußballerinnen und Fans unserer großen Familie an“, betonte er.
Nach den offiziellen Ansprachen ging die Veranstaltung mit einem traditionellen Tanzauftritt der Gruppe “Kelagai” weiter.
Die Austragung dieses Turniers in Aserbaidschan hat eine besondere Bedeutung, um das Minenproblem des Landes weltweit bekannt zu machen und die Betroffenen auf internationalen Sportplattformen zu vereinen.
